Skitour-Kaltenberg_by_Hannes-Heigenhauser(c)Lech-Zuers-Tourismus
26 - Mar - 2018
von Hannes Heigenhauser

Pulverschnee und Firn

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Nachdem ich meine Kollegin Katja am Arlberger Winterklettersteig zufällig getroffen hatte war klar, dass wir diesen Winter noch gemeinsam auf Tour gehen müssen. Letztes Wochenende war es soweit und zu dritt haben wir die Skitour zum Kaltenberg gemacht. Die Skitour wie das gesamte Wochenende waren ein Traum und ich freue mich schon auf die nächsten Skitouren im Frühjahr!

Mit einer der ersten Gondeln brechen wir vom Parkplatz Alpe Rauz auf in Richtung Albonagrat. Ein wenig hinter dem Restaurant am Albonagrat, befestigen wir zum ersten Mal die Felle an unseren Skiern und gehen hinauf zur Maroispitze. Nach knapp 20 Minuten sind wir am Gipfelkreuz angekommen und sehen den Albonakopf in voller Pracht. 

Für mich ist es immer wieder unglaublich, dass einige Freerider
von dieser steilen Flanke tatsächlich abfahren.

Hinter dem Albonakopf sehen wir den Gipfelhang des Kaltenberg bereits in weiter Ferne. Wir fahren unterhalb des Albonakopfs ab und ziehen unsere ersten Schwünge in den Schnee. Die Sonne hat bereits für einen leichten Deckel gesorgt, weshalb diese Schwünge nicht ganz ohne Mühe zu fahren sind. Auf etwa 2.000 Metern ist die Abfahrt zu Ende und wir legen die Felle wieder an. Der Aufstieg hinauf zum Kaltenberg dauert von hier noch einmal etwa 2 Stunden, knapp 900 Höhenmeter gilt es zu bewältigen.

Im strahlendem Sonnenschein steigen wir durch alpines Gelände auf. Links von uns sehen wir die mächtigen Wände und Gipfel der Wildebene, des Gstanskopf und Gstansjöchli. Auf der rechten Seite versperrt der Krachelgrat den Blick hinauf. 
Und wir... mittendrin.


Zunächst geht es gemächlich nach oben, ehe wir den Schlussanstieg hinauf zum Skidepot erreichen. Die letzte halbe Stunde geht es in Spitzkehren hinauf zum Skidepot, wo wir unsere Ski abstellen und zu Fuß die letzten Meter zum Gipfel klettern. Mit einem Seil ist die Passage gesichert, trotzdem muss man trittsicher und absolut schwindelfrei sein, wenn man das Gipfelkreuz erreichen will. Am Gipfel genießen wir den traumhaften Ausblick nach Zürs und in Richtung Bodensee.

"Mit jedem Gipfel wird die To-Do Liste für die nächsten Touren wieder länger", 
das denke ich mir an jedem Gipfel hier am Arlberg. 

Nach kurzer Gipfelrast steigen wir wieder hinab zu unseren Skiern und machen uns bereit für die Abfahrt. Die ersten Tourengeher sind über den Gipfelhang bereits abgefahren, doch Platz genug für Schwünge im unverspurten Pulverschnee ist vorhanden. Nach den ersten Schwüngen stößt Katja einen lauten Schrei der Freude aus, so macht Skifahren Spaß!

Am Fuße des Gipfelhangs überlegen wir kurz, wie wir weiter abfahren sollen. Hinab nach Langen, oder doch ins Verwalltal? Nach kurzer Diskussion beschließen wir ins Verwalltal abzufahren, in der Hoffnung, dass die Sonne noch keinen Deckel auf der Oberfläche gebildet hat. Bereits nach den ersten Hängen wissen wir, dass unser Entschluss richtig war... Komplett als Erste fahren wir hinab und können jeden Schwung voll auskosten. 

Am Ende wartet das Rasthaus Ferwall, in dem wir gemütlich einkehren und den Tag Revue passieren lassen. Möglichkeiten für die nächsten Skitouren im Frühjahr gibt es jedenfalls genug.

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