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09 - Jul - 2018
von Barbara Somitsch

Kräuterwanderung

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Die Sommersaison in Lech hat endlich begonnen. Mit ihr können unsere Sommergäste auch das Angebot der Lech Card nutzen. Schon ab einer Übernachtung gib es die Lech Card für 21€, 7 Tage kosten 34€. Das Leistungsangebot umfasst einen bunten Mix aus abwechslungsreichen Aktivitäten. Ob eine Fahrt mit den geöffneten Sommerbahnen, Eintritt ins Lechmuseum, Waldschwimmbad, Kinderprogramm oder Themenwanderungen. Für jede Generation findet sich eine Aktivität.

Da dies mein erster Sommer in Lech ist, habe ich mir vorgenommen, an so viel unterschiedlichen Aktivitäten teilzunehmen wie möglich. Da passt es ganz gut, dass am Montag die Kräuterwanderung mit Veronika Walch angeboten wird und in dieser Saison zum Ersten Mal stattfindet. Das Wetter ist leicht bewölkt, am Morgen hat es kurz geregnet. Nun scheint es sich etwas zu bessern. Wir treffen uns um 09:45 Uhr am Rüfiplatz und unsere Wanderung in einer kleinen feinen Runde beginnt Richtung Waldschwimmbad.

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Schon nach wenigen Metern erfahren wir, dass sich der Name Arlberg von Arlen ableitet, umgangssprachlich auch Latschen genannt. Davon gibt es hier eine Menge. Wir halten am Wegrand und erfahren viel Wissenswertes über die Entstehung Lechs und der Fauna und Flora in den Bergen. Die Blumen, Bäume und Gräser stehen in voller Blüte. Wir setzen unsere Wanderung fort, und Veronika erzählt uns Geschichten und Anekdoten über vergangen Wanderungen. Es ist faszinierend, welche Vielfalt an essbaren Pflanzen und Kräutern, sich direkt vor unserer Haustüre befindet. Ob Quendel (wilder Thymian), Spitzwegerich oder Wiesensalbei. Für jedes Weh Wehen, findet sich ein passendes Kraut in der Natur. Unsere Kräuterpädagogin erklärt uns, wie wir aus gesammelten Kräutern, Wurzeln und Blüten dann Salben, Tinkturen, Sirupe oder Schnäpse herstellen könnten und wie wir die Kräuter in unserer Küche und unseren Speiseplan einbauen können. Über die Heilkräfte von Kräutern, wussten schon unserer Vorfahren Bescheid. Heutzutage wird das alte Wissen um die Heilkräfte der Kräuter wieder für das Wohlbefinden genutzt. Uns wird mehr und mehr bewusst, was sich für einen Schatz in der Natur befindet. Wir wandern weiter am Ufer des Lechs entlang, und finden Enzian, Anika, Bärenklau, Huflattich, Spitzwegerich, Hahnenfuß, Johanniskraut usw….

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Am Waldschwimmbad angekommen wandern wir nun über eine herrlich blühende Wiese Richtung Oberlech. Blumen und Kräuter soweit das Auge reicht. Am oberen Wiesenhang erkennen wir Bienenstöcke und wir stellen uns vor, wie toll dieser Honig schmecken muss. Mhh

Auch zu den Bienen und deren Bedeutung weiß Veronika eine Menge.

In Oberlech weckt Veronika unsere Aufmerksamkeit für den wilden Schnittlauch in den Wiesen. Nicht nur das dieser gerade zu blühen beginnt, wenn wir uns genau konzentrieren, können wir einen leicht-scharfen Schnittlauch-Geruch wahrnehmen. Dieser Schnittlauch ist nicht nur in unserer Gruppe ein kleines Highlight. Wir erfahren, dass die Köche von den Lecher Betrieben diesen wilden Schnittlauch sammeln, klein schneiden, einfrieren und im Winter den Gästen in Suppen, Salaten, Saucen oder zum Garnieren servieren.

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Nun befinden wir uns in Oberlech und haben einen fantastischen Ausblick auf Lech. Die Tour führt uns weiter auf den Grünen Rätselring und wir treffen auf eine große rote Türe, die mitten im Gelände steht. Sie ist Teil eines preisgekrönten Kunstprojekts von Künstler aus Lech.

Veronika ist eine interessante Kräuterexpertin. Ihr Wissen zu jedem Kraut ist beeindruckend. Wir gehen nun schon bergab, vorbei an Häusergärten mit einer Vielfalt an Blumen und Kräuter. Unsere Tour neigt sich leider schon dem Ende entgegen. Bei der alten Holzbrücke gegenüber unseres Startpunktes, werden wir von unserer Kräuterexpertin herzlich verabschiedet. Die Kräuter-Themenwanderung war ein toller Start in die Sommersaison und ich freue mich schon auf eine Wiederholung.

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