Best-of-the-Alps-Golf-Cup
17 - Sep - 2018

Best of the Alps Golf Cup am 15.09.2018 am Arlberg

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Was für ein Tag! Begonnen hat der Tag in vollem Nebel. Bei meiner Fahrt Richtung St. Anton dachte ich bereits, ich würde meine Bälle im Nebel nicht fliegen sehen, so dicht lag dieser auf der Passstraße.

Gleich nach der Heinrich Findlkind – Gallerie war mir dann klar, dass ich mir umsonst Sorgen gemacht hatte, denn in St. Anton lag kein Nebel mehr und die Sicht war trotz hoher Wolken klar.  

Das Willkommens-Desk im Clubhaus von St. Anton hat bereits mit schönen Startergeschenken auf mich gewartet: eine wunderschöne Audi-Pitch-Gabel und einen Arlberg Schlüsselanhänger, der eine Münze mit dem Arlberg-Stern zum Entnehmen hat, die man als Ball-Markierung und auch als Münze für den Einkaufswangen verwenden kann.

Meine Flight-Kollegen – zwei gestandene sympathische Männer – standen bereit zum Start. So gingen wir zum ersten Abschlag: die üblichen Aufwärmübungen konnte ich noch machen während der Spielleiter uns die Anweisungen für unser Turnier gab. Und dann Konzentration und Körperspannung für den ersten Abschlag, der für alle drei in meinem Flight sehr gut war. Schön wenn das Spiel für alle gut beginnt – alles wird mit einer positiven Energie geladen.

Auf dem Weg zum dritten Loch sind wir Manuel Trappel – er ist Golf Testimonial der Lech Zürs Tourismus GmbH – begegnet, der bereits bei Abschlag 7 war. Toll einem Profi beim Abschlag live zuschauen zu können und in diesem Falle zu sehen, dass auch ihm nicht alle Schläge gelingen.

Fit muss man für diesen Platz sein und eine gute Hanglage haben, denn es geht ziemlich bergauf und bergab und die kleinen kreuz und quer verwachsenen Tobel können eine richtige Herausforderung darstellen.

Beim dritten Loch war es dann soweit: die Sonne hat sich ihre Bahn durch die hohen Wolken ins freie gebahnt. Nun wärmte sie so richtig die Luft auf und ich konnte endlich meine Jacke ablegen und die feine Herbstwärme auf dem Körper spüren. Am Abschlag 4 mussten meine Flight – Kollegen noch weiter nach oben während ich beim Damenabschlag wartete. Jetzt hatte ich wieder Zeit mich umzuschauen: von hier hat man einen wunderschönen Überblick über den Platz. 

Bergab zum Loch 4, Bahn 5 wieder bergauf, Bahn 6 bergab über den wild verwachsenen Tobel und dann Bahn 7 wieder bergauf. Bahn 8 war wieder ein Erlebnis für alle drei im meinen Flight: die Bahn ist ziemlich lang quer über eine steil abhängende Wiese zu spielen und dann in einem 90 Grad Eck wieder bergauf zu spielen. Trotz der Schwierigkeit waren wir alle drei mit dem zweiten Schlag auf dem Grün! Voll motiviert ging es dann über Loch 9 zum Club Haus und dann gleich weiter zur Halfway-Verpflegung nach St. Christoph im Hospiz. Hier wartete ein Suppen-Trio auf uns: Kaspressknödelsuppe, Tomatensuppe und Katoffelsuppe.

Dann ab nach Lech zur zweiten 9 – Loch Runde. Es ist das erste Mal, dass das Best of the Alps Turnier in dieser Art gespielt wird: 9 Loch in St. Anton und 9 Loch in Lech. Die Verantwortlichen der Golf Clubs möchten diese Art des Spielens beim ÖGV registrieren lassen sodass die beiden Plätze al ein 18-Loch-Golf-Platz am Arlberg gespielt werden können.

Hier mussten alle Flights bis 14:00 Uhr warten. Ein Versuch für den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde war im Gange: Manuel Trappel und Markus Kleissl waren am Zuger Schafberg und versuchten einen Ball auf Loch 1 zu spielen: unglaublich! Falls dieser Rekord gebrochen wurde werden wir dies bald erfahren, denke ich.

Dann ging es wieder weiter und diese 9 Loch waren für mich fantastisch: die lange Pause hat mir gut getan: ich konnte genügend Konzentration und Power sammeln um diesen Platz für mein Golf-Neuling-Handicap genial zu spielen.

Die Bahnen eins und zwei schmiegen sich auf sanften Wiesen unterhalb der letzten Häuser von Zug in Richtung Zugertal. Abschlag 3 steht imposant vor der Felsenwand des Spuller Schafberges… ich hätte bald meinen Abschlag versäumt vor lauter staunen wie klein meine Flight Partner vor dieser Felsand waren. Die Landschaft hier ist einfach einzigartig. Di Bahn 3 führt das erste Mal über den Lech Fluß und die Schläge meines Flights waren hier genial! Für den Abschlag 4 sind meine Abschläge immer noch zu kurz: hier geht es nämlich wieder über den Lech drüber, daher habe ich auf der anderen Uferseite dedroppt.

Über Bahn 5 ging es dann zur schmalen 6er-Bahn, die durch den Wald führt. Dann kommt eine kleine Steigung zum Abschlag 7 wo man nach unten direkt aufs Grün treffen sollte… Auch hier war mein Flight sehr gut. Dann ging es über einen sehr schön angelegten Weg durch den Wald zum Abschlag 8 und dann und über den Fischteich auf den letzten Abschlag. Nachdem meine beiden Flightpartner ihre Bälle ins Wasser versunken haben ist mir über den See ein Par – Drei gelungen! Die Zuschauer auf der Clubhausterrasse haben für mich die Ola geschwungen J ich konnte meine Freude nicht mehr länger halten und bin gegen die vorgeschriebene Etikette auf dem Platz kreischend herumgehüpft! Was für eine Freude!

Die Siegerehrung nach dem Aperò Riche war dann auch noch spannend: nicht nur dass ich in meiner Kategorie Platz 3 belegen konnte, sondern auch weil unter den Teilnehmer/innen noch tolle Preise verlost wurden, darunter ein Aufenthalt für 2 Personen für 2 Nächte in einem der Best of the Alps Orte. Diesen Preis habe ich dann nicht mehr gewonnen: habe mich dann getröstete indem ich mir zugesprochen habe, dass ich ja in einem der Best of the Alps Orte leben und arbeiten kann.

Ich freue mich nächstes Jahr am 14.09.2019 wieder dabei zu sein und hoffe im Sommer vielleicht weitere Best of the Alps Turniere spielen zu können. Es ist eine super Gelegenheit neue Destinationen kennen zu lernen.

Euch allen, schönes Spiel!

- Germana Nagler

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