Skitour_Madloch(c)Lech-Zuers-Tourismus
25 - Nov - 2017
von Hannes Heigenhauser

Skitour Madloch

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Die ganze Woche schaue ich schon auf den Wetterbericht und überlege, wohin es dieses Wochenende gehen könnte. Gegen Ender der Woche schlägt der Wetterbericht um und meldet für Samstag bis Dienstag teilweise ergiebige Schneefälle. Ein kleines Fenster bleibt hingegen sonnig. Und so beschließen Anna vom Hotel Gradenburg und ich, den Samstag Vormittag zu nutzen, um die Skibedingungen am Madloch zu überprüfen.

Kurzzusammenfassung: Es hat sich gelohnt!

Aufbruch in Zürs

Skitour_Madloch(c)Lech-Zuers-Tourismus

Bereits für 13:00 Uhr sind die ersten Schneeschauer angekündigt. Deshalb beschließen wir früh aufzubrechen und unsere Tour von Zürs aus zu starten. Schnee liegt bereits reichlich. Direkt an der Straße neben der Seekopfbahn können wir die Ski anschnallen und unseren Aufstieg beginnen. Die Pisten sind bereits präpariert, um eine ordentliche Grundlage für weitere Schneefälle zu schaffen und um den Schnee zu verdichten. Uns sind diese Bedingungen gerade willkommen. So können wir ohne spuren zu müssen Richtung Zürser See aufsteigen. 

Richtung Madloch

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Die Wolken über uns ziehen sehr schnell über den Himmel. Der Wetterwechsel ist fast schon spürbar. Im Minutentakt ändert sich die Stimmung. Spektakuläre Aussichten auf die Bergwelt um Zürs garantiert. Auch im weiteren Verlauf folgen wir den Spuren der Pistenraupen, die uns den Aufstieg erleichtern. 

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An der Ebene vor dem letzten Anstieg angekommen - wo im Sommer das Wollgras in voller Pracht steht - geht es im freien Gelände weiter. Der Wind und die Sonne haben dem Schnee hier oben bereits einen leichten Deckel verpasst, auf dem wir herrlich nach oben stapfen können. Knapp 50 Höhenmeter unterhalb des Madloch schlägt uns ein eisiger Wind entgegen.

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So beschließen wir uns warm anzuziehen und schon einmal die Skibrillen aufzusetzen. Die letzten Meter geht es auf einem harten Harschdeckel nach oben, bevor wir das kleine Plateau der Bergstation des Madloch erreichen. Starke Windböen wechseln sich mit fast windstillen Momenten ab. Diese nutzen wir für einige Bilder dieser atemberaubend schönen Landschaft, die sich um uns in ihrer kargen Schönheit zeigt. 

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Anna testet schon einmal den Liftausstieg. Für den Saisonstart scheint alles bestens gerichtet zu sein. Wir verweilen noch einige Momente an der Bergstation und überlegen, wie wohl die Abfahrt Richtung Zug aussehen wird. Zwar liegt ein Großteil der Abfahrt im Schatten, dennoch könnte durch den Wind eine Kruste entstanden sein, die das Skifahren schwieriger macht. Aber wir wollen ja testen, ob der Schnee schon reicht, deshalb machen wir uns bereit für die Abfahrt Richtung Zug. 

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Schon nach ein paar Metern ist klar, dass unsere Sorgen vollkommen unbegründet waren. Über dem harten Deckel können wir auf etwa 15 Zentimetern kompaktem Pulver abfahren und jeden Schwung genießen. Auch das Schiebstück in Richtung Biwakschachtel überbrücken wir flott, bevor es an die nächsten Abfahrtsetappen geht.

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Der Blick schweift immer wieder hinunter nach Lech, das bald von Wolken umhüllt wird. Der Wetterbericht behält wieder einmal Recht und während wir die letzten Meter zur Zuger Bergbahn fahren, beginnt es zu graupeln. Glücklich erreichen wir das Auto und freuen uns, dass wir den Vormittag so perfekt ausgenutzt haben. Wir ziehen unsere Skischuhe aus und fahren mit dem Auto wieder zurück nach Lech. Aus dem Graupel ist mittlerweile kräftiger Schneefall geworden, der ganz Lech in ein Winter Wonderland verwandelt. Besser könnte es nicht sein. Einem erfolgreichen Saisonstart am 01.12.2017 steht unter diesen Voraussetzungen nichts mehr im Weg. 

Winter Wonderland - Facebook Post 25. November 2017

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