Gipfelkreuz Rüfispitze
14 - Sep - 2016
von Markus Hahn

Gönn dir die Rüfispitze!

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Ihr kennt das sicher. Man sitzt im Büro, draußen ist schönstes Wetter und es fällt schwer an was anderes denken, als an das Erlebnis auf einen Gipfel zu steigen. Jedenfalls will man raus an die frische Luft - alles draußen scheint besser zu sein als im Büro vor einem flimmernden Bildschirm zu sitzen und E-Mails zu beantworten. Dieser Gedanke beschäftigt einen wirklich sehr und man fängt an zu überlegen, wie man heute früher aus Arbeit gehen kann.

Eine Stunde früher Schluss…

Rüfispitze

Mir ist dies letztendlich gestern gelungen und ich dachte mir, ich gönn mir jetzt noch eine Gipfeltour. Ich konnte eine Stunde früher Schluss machen und so um 16Uhr mit der Rüfikopf Seilbahn in die Lecher Bergwelt fahren. Mein Ziel für diesen wunderschönen Herbstabend: Die Rüfispitze auf 2.632m.

Der Weg zur Rüfispitze

Weg zur Rüfispitze

Den markanten Gipfel über den erschlossenen Rüfikopf kennen sicher viele auch vom Winter her. Hier startet nämlich auch der Weiße Ring und die schöne blaue Monzabon-See Piste führt direkt unterhalb der Rüfispitze entlang. Im Sommer kann man diese Spitze relativ schnell von der Seilbahnstation erreichen. Der Weg führt zunächst über einen steilen Grasrücken bis zum Felsriegel, bevor es ein wenig schwieriger wird. Ab dieser Stelle ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig.

Allein mit den Bergen

Ausblick zum Wöster

Diese besitze ich glücklicherweise und so steige ich Meter für Meter dem Gipfelkreuz entgegen, bis ich schließlich nach nur 50 Minuten oben angekommen bin und mich ein unglaubliches 360 Grad Panorama begrüßt. Ich setzte mich hin, beruhige meinen Atem und versuche die Arlberger Berggipfel zu erkennen. Links grüßt mich die Hasenfluh, der Hausberg Omeshorn bewacht Lech, ganz hinten im Zuger Tal ist die mächtige Rote Wand zu erkennen, mir gegenüber liegt die Mohnenfluh, zu meiner Rechten ist die Wösterspitze und mehr oder weniger hinter mir die Roggspitze und natürlich die Valluga. So schön ists hier oben – was für ein Glück, dass ich das nach der Arbeit noch erleben darf!

Dem Sonnenuntergang entgegen...

Rückweg über den Friedrich-Mayer-Weg

Nach fast einer Stunde Genießen am Gipfel packe ich meine Sachen und mache mich auf den Abstieg. Immerhin warten noch 1.200 Höhenmeter bis nach Stubenbach auf mich – das ist eine ganze Menge. Dafür habe ich aber den ganzen Friedrich-Mayer-Weg für mich alleine, sehe noch die Steinbockkolonie am Krabachjoch stehen und winke schließlich der untergehenden Sonne am Wöstersattel zu.

JA! Manchmal lohnt es sich wirklich, früher von der Arbeit zu gehen! 
Übrigens: Wir haben die Wanderung auch live bei Instagram mit übertragen! Wer also demnächst nach Feierabend mal mitwandern möchte, kann uns gerne auf Instagram folgen.  

Und hier findet ihr die Wanderung in unserer Online-Wanderkarte: Auf die Rüfispitze

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